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Staatssekretär Josef Hecken zu Gast bei der JU Trier.
Auf Einladung des Stadtbezirksverbandes der JU Trier-Nord fand am 29.04.2010 ein Diskussionstreffen mit Josef Hecken, Staatssekretär im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, in der Gaststätte Postillion statt. Unter dem Titel „Sozialpolitische Bedeutung des Zivildienstes“ sprach Josef Hecken zur Gesetzesnovellierung, die nicht nur den Wehrdienst, sondern auch den Zivildienst auf sechs Monate verkürzt. Diese Dienstverkürzung bringe vor allem Veränderungen in sozialpolitischer Hinsicht mit sich, denen nun bei der Gesetzesänderung ausreichend Rechnung getragen werden müsse.
Es sei nun zum Beispiel ein Ziel für Zivildienstleistende, ebenso wie für Wehrpflichtige, die Möglichkeit einer freiwillig verlängerbaren Dienstzeit zu schaffen. Dies sei sowohl für alle Einrichtungen in denen die Möglichkeit zum Ableisten des Zivildienstes besteht, als auch für die Zivildienstleistenden selbst von besonderem Nutzen. So könne schließlich eine wichtige Zeitlücke bis zum Ausbildungs- oder Studiumsbeginn geschlossen werden und die Verbände, Krankenhäuser und anderen Einrichtungen würden die Möglichkeit bekommen einen bewährten Zivildienstleistenden für einen längeren Zeitraum an sich zu binden.
Auf Grund der eigenen Erfahrungswerte der anwesenden JU´ler, die selbst Zivil- oder Wehrdienst geleistet haben, traf die Forderung für die Möglichkeit einer freiwilligen Verlängerung auf breite Zustimmung der Zuhörer.
Grundsätzlich legte Josef Hecken jedoch großen Wert auf ein Festhalten an der Wehrpflicht und somit auch an einem Fortbestand des Zivildienstes. Denn gerade hinsichtlich der Idee vom Staatsbürger in Uniform sei die Wehrpflicht ein unersetzlicher Mittler zwischen der zivilen und der militärischen Welt. So könne vor allem ein breites Verständnis und eine tief empfundene Solidarität für unsere Soldaten aus der Mitte der Bevölkerung entwickelt werden.
Nicht nur die inhaltliche Auseinandersetzung, sondern auch die lebhaften Schilderungen aus dem Regierungsalltag bereicherten dabei die anschließende Diskussion für die interessierten Zuhörer, die den Staatssekretär erst spät am Abend gehen ließen. Während die nun „warm“ diskutierten JU’ler im Trierer Norden noch lange weiter debattierten, ging es für Josef Hecken bereits zum nächsten Termin mit dem Auto nach Berlin – geschätzte Ankunftszeit: 4.30 Uhr in der Früh; aber Regieren macht sich eben nicht mit „links“.
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